Den Nachwuchs sichern - Vorsorge und Beratung nach Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG).

Für die Ausbildung und Beschäftigung von Jugendlichen ab dem 15. Lebensjahr gelten gesetzliche Regelungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), die Jugendliche und junge Erwachsene vor Gesundheitsschäden schützen sollen. Dabei geht es insbesondere um Arbeiten, die zu früh beginnen, zu lange dauern oder zu schwer sind, sowie um solche Arbeiten, die Jugendliche gefährden oder für sie ungeeignet sind. Sie als Arbeitgeber werden in diesem Gesetz verpflichtet, die Arbeitsbedingungen für Auszubildende und Beschäftigte unter 18 Jahren unter den genannten Gesichtspunkten zu beurteilen, die Arbeit menschengerecht zu gestalten und die Vorschriften zur Arbeitszeit und Freizeit und Urlaub sowie ggf. zutreffende Beschäftigungsverbote oder –Beschränkungen einzuhalten.
Das Gesetz regelt außerdem die verpflichtende gesundheitliche Betreuung der Jugendlichen, deren Kosten das Land übernimmt.

Wir unterstützen Sie bei der Einhaltung und Ausgestaltung dieser gesetzlichen Verpflichtungen: wir führen die Untersuchungen durch, beraten Sie zur konformen Gestaltung von Arbeitsbedingungen und übernehmen in Ihrem Auftrag auch die Organisation ärztlicher bzw. therapeutischer Folgemaßnahmen.

Unsere Leistungen im Einzelnen:

  • Organisation, Durchführung und Bescheinigung der gesetzlich vorgeschriebenen Erstuntersuchung vor Beginn der Beschäftigung sowie der ersten und weiteren Nachuntersuchungen
  • Prüfung, ggf. Anordnung außerordentlicher Nachuntersuchungen sowie deren Organisation, Durchführung und Bescheinigung
  • Ggf. Veranlassung ergänzender Untersuchungen bei anderen Ärzten, Bewertung der Ergebnisse und Festlegen der erforderlichen Maßnahmen

Wie wir vorgehen:

1. Inhalt und Durchführung der Untersuchungen
  • Wir untersuchen den Gesundheits- und Entwicklungsstand und die körperliche Verfassung.
  • Dabei berücksichtigen wir die biografische und soziokulturelle Entwicklung und die Krankengeschichte des Jugendlichen.
  • Auf dieser Grundlage beurteilen wir,
    • ob und inwiefern bestimmte Arbeiten oder Beschäftigungszeiten die Gesundheit und Entwicklung der/des Betroffenen negativ beeinflussen oder beeinträchtigen würden,
    • ob und ggf. welche Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und des Impfstatus notwendig oder ratsam sind, und
    • ob eine außerordentliche Nachuntersuchung anzuordnen ist.
2. Dokumentation
  • Wir dokumentieren schriftlich
    • den Befund der Untersuchung,
    • die ggf. gefährdenden Arbeiten/Beschäftigungszeiten,
    • die ggf. erforderlichen Maßnahmen,
    • sowie ggf. die Anordnung einer Nachuntersuchung.
  • Wir bewahren diese Dokumente gemäß den gesetzlichen Vorschriften bis zur Beendigung der jeweiligen Beschäftigung, mindestens jedoch bis zum 18. Lebensjahr des Jugendlichen auf.
3. Mitteilungen/Information
  • Ihnen als Arbeitgeber stellen wir eine Bescheinigung (ggf. Gefährdungsbescheinigung) aus über die stattgefundene Untersuchung und ihre Ergebnisse inkl. Empfehlungen und Anordnungen.
  • Wir teilen der/dem Betroffenen die Ergebnisse der Untersuchung und unsere Bewertung mit und beraten sie/ihn.
  • Über wesentliche Ergebnisse der Untersuchung sowie die Bewertung und Empfehlungen bzw. Anordnungen informieren wir außerdem die Personensorgeberechtigten schriftlich.
  • Auf Anfrage legen wir die entsprechenden Dokumente ebenfalls der Aufsichtsbehörde und der Berufsgenossenschaft vor.