Kinesio-Tape: Die „heilenden Streifen“

Sofort wirksame Schmerz- und Präventiv-Therapie - nicht nur für Spitzensportler

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Dr. med. Ruben Jentzsch

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Manuelle Therapie Ärztlicher Leiter des Facharztzentrums am Listbogen

Dr. med. Kerstin Merten

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dipl.-Med. Soja Thorweihe

Fachärztin für Orthopädie


Das bunte Band hilft schnell, auch präventiv

Seit dem der Kicker-Star Beckham damit Furore gemacht hatte sind die bunten Elastikpflaster auf nackter Haut längst Alltag. In unserer Praxis bewährt sich die Methode immer wieder aufs Neue bei der Therapie schmerzender Erkrankungen des Bewegungsapparates. Und auch in der Prävention wirkt sie ebenfalls hoch erfolgreich.

Das Kinesio-Taping wird vielfach angewendet

  • Verspannter Rücken und Nacken
  • Bandscheibenvorfall
  • Beschwerden in Hüft- oder Kniegelenken
  • Behandlung des sogenannten „Tennis-Arm“
  • Fersensporn-Therapie
  • Muskelfaserriss
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Schmerzlinderung in der Spätschwangerschaft
  • Sport-Prävention, z.B. in der Marathonvorbereitung

Kinesio-Taping

Was ist das, Kinesiologie-Taping?

Ursprünglich kommt die Methode aus der Bewegungslehre (‚kinesis’=griechisch für ‚Bewegung’). Der japanische Arzt und Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase entwickelte sie vor ca. 30 Jahren und erfand dafür ein spezielles Pflaster. Es ist atmungsaktiv, hochelastisch und obendrein hautfreundlich. Wie eine zweite Haut kann es sich dehnen und zusammenziehen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Es wirkt unmittelbar schmerzlindernd und regt den Stoffwechsel an. Die heilende Wirkung der Tapes ist nicht wissenschaftlich bewiesen, wohl aber durch vielfache praktische Erfahrung und Erfolge belegt. Vor allem die Sportmedizin quer durch alle Disziplinen vertraut seit Jahren auf die Elastikpflaster. Mittlerweile haben viele Fachrichtungen die unterstützende Hilfe dieser Binde-Technik - ganz ohne Medikamente! - aufgegriffen und in ihre Therapien eingebunden. Wir wenden das Taping-Verfahren nicht nur in der Akut-Behandlung ein sondern eingebettet in ärztliche Diagnostik und Therapie auch zur Behebung der Ursachen.

Die heilenden Pflaster wirken - aber wie?

Die Behandlungsmethode setzt in allererste Linie auf die Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungsprozesse. Dafür nutzt sie eine besondere Anlagetechnik des elastischen Spezial-Tapes. Herkömmliche Pflaster sind starr, sie stabilisieren Gelenke werden vor allem dafür genutzt, sie passiv ruhigzustellen. Dadurch können nicht beanspruchte Muskeln sich zurückbilden; durch eine mögliche Stauung in Blut- und Lymphsystem kann sich der Heilungsprozess sogar hinauszögern. „Bewegung mit dem Tape“, so lautet hingegen das therapeutische Grundprinzip der Kinesio-Taping-Methode. Durch seine spezielle Anlagetechnik führt das Tape zu einer wellenförmigen Anhebung der Haut. Der Raum zwischen Haut und Muskulatur wird dadurch vergrößert und so der Druck im Gewebe reduziert. So werden die Hautbereiche durch das Tape in seiner Tiefenwirkung deutlich besser durchblutet und mit Lymphflüssigkeit versorgt. Die Muskelfunktion verbessert, der Schmerz lässt unmittelbar nach. Auch die inneren Organe wie z. B. Magen, Darm, Nieren und Herz profitieren von der gezielten Aktivierung der Reflexzonen.

„Elastisch heilt“

Am Beispiel einer Prellung wird die Geschwindigkeit der Wirkung unseres Tapens deutlich: das Gewebe entzündet sich, es schwillt an und schmerzt. Jetzt kommen die bunten Bänder ins Spiel: Das Kinesio-Tape liftet und massiert die Haut sanft, Lymph- und Blutgefäße werden angeregt. Dadurch klingt die Entzündung deutlich schneller ab, der Druck lässt direkt nach und damit auch der Schmerz. Verspannungen und Schonhaltungen mit langfristigen Folgen werden so vermieden.

Tapen VOR dem Sport - das ist der Hit

Auch vorbeugend eignen sich die Kinesio-Tapes hervorragend, nicht nur bei akuten Schmerzen. So kann ein vorbeugendes Taping der Waden beim Lauf-Training oder anderen Sportarten die Gefahr von Muskelkrämpfen mindern. Der Muskeltonus wird durch die elastischen Bänder reguliert, und zugleich stützen sie die Gelenke. So können Sportunfälle verhindert, längerfristige Folgen von Fehlhaltungen vermieden werden.

Was kostet Kinesio-Taping?

Bei der Kinesio-Tape-Therapie handelt sich in der Regel um eine Wahlleistung, die von Ihnen selbst bezahlt werden muss. Manche Krankenkassen bezuschussen die Behandlung aber auch. Gerne beraten wir Sie über Kosten und mögliche Erstattungen.